I.G. mini-sail

aktualisiert am: 20.08.2018 Treffen 2018

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Modellsegel:       in Arbeit

Die Segel der “Motor” für unsere Boote.

Hierzu möchte ich auf die Bücher “Führerschein A für Segler” und von F.K. Ries “M-Yachtbaupraxis” hinweisen. Beide sind sicher auch für Mini-Segler lehrreich. Nach der Riesmethode werden werden heute fast alle Regattasegel angefertigt. Hierbei erhalten die Segel ein gewolltes Profil. und ähnlich wie bei einer Flugzeugtragfläche kommen hierbei aerodynamische Kräfte zur Wirkung, die es erst möglich machen, “gegen” den Wind zu segeln (zu kreuzen). Durch die höhere Fließgeschwindigkeit an der gewölbten Fläche entsteht ein Unterdruck welcher der Tragfläche Auftrieb verleiht. Ähnlich ist es auch bei unseren Segeln. Da die Segel schräg zur Schiffsachse stehen, wirk sich der Unterdruck schräg nach vorn aus. Zerlegt man diese Kraft zur Schiffsachse, so entsteht einmal eine Querkraft, diese bewirkt die Krängung, und die kleinere Längstkraft wirkt als Vortrieb. Mit zunehmender Fahrt fällt der scheinbare Wind weiter von vorn ein und es kann etwas mehr angeluft werden.

Um für meinen 1. Admiral’s Cupper ein triradiales Profilsegel aus vielen schmalen Bahnen herzustellen habe ich eine Holzschablone in der gesamten Segelgröße angefertigt mittels viel Hobeln und Schleifen. Hierrüber wurden dann die einzelnen Bahnen geklebt und vernäht.

Die Schablone nach F.K. Ries vereinfacht aber die Herstellung stark und man erhält auch ein gewünschtes Profil, je nach tiefe der Schablone. Meine Schablone besteht aus einer stabilen Grundplatte von 800 x 600 mm. In der Mitte ist eine Rippe mit einer Höhe von 30 mm im ersten Drittel. Nach vorn und hinten entsprechend den Strömungsverhältnissen abgerundet bzw. abgeflacht. Hierrüber sind zwei halb nierenförmige 2 mm Sperrholzbrettchen geklebt, deren größte Breite deckungsgleich im 1. drittel liegt. Wobei die äußeren Ränder fest auf der Grundplatte aufliegen. Hierrüber lassen sich die einzelnen waagerecht geschnittenen Bahnen zu einem Profil verkleben.

Zuerst: Segel auf Papier aufzeichnen, aufteilen in 4 oder 5 gleichmäßigen waagerecht- oder lotrecht zum Achterliek verlaufenden Bahnen; 1/3 Markierung am Unterliek zum Vorliek kennzeichnen; Markierung mit Kopf verbinden und an den Bahnenteilungen anzeichnen; Bahneneinteilung auf Tuch übertragen; 1/3 Markierung; Zuschlag für Klebeüberlappung und Vorliektasche beachten; 1. Bahn über Wölbungsschablone ausrichten und feststecken; 1/3 Markierung auf dem höchsten Punkt der Wölbungsschablone; doppelseitiges Klebeband genau über der Teilungsmitte aufkleben; 2. Bahn darüberlegen, ausrichten, feststecken, Schutzpapier von Klebeband ziehen; Bahn vorsichtig antupfen, dann feststreichen; Verfahren fortsetzen; Segel mit Vorliekmarkierungspunkte ca. 0,5 cm über Tischkante oder Leiste feststecken; Schothorn an verstellbarer Auflage feststecken; Segelprofil durch verstellen der Spannungen ausrichten; Profil muß frei hängen; mit langem Lineal Vorliekpunkte verbinden; Strich = Knickkante für Liektasche; mit 6 mm Abstand von der Knickkante doppelseitiges Klebeband aufkleben; Liektasche umknicken; Schutzpapier abziehen und vorsichtig die Liektasche ankleben und vernähen; Eckenverstärkungen aufkleben oder nähen; Achterliek mit scharfem Lötkolben heiß abschneiden; Liektau einziehen; Segelösen einbringen, Randabstand ca. 5 mm; Segellatten an den Bahnenteilungen aufkleben; Verstärkungen an den Bahnenteilungen aufkleben; Segelprofil prüfen und anschlagen.(Um ein besseres Nähergebnis zu erzielen, Nadel öfter mit Pril abreiben.)

Soll das Segel einfachhalber an einem Rundmast gefahren werden, habe ich esfolgendermaßen gemacht. In Der Vorliektasche des Großsegels befindet sich ein 0,6 mm dünner Stahldraht. An diesem ist das Segel mit dünnem Band leicht beweglich an den Mast gebunden (im Segel sind hierzu mit 10 cm Abstand kleine Ausrundungen in der vorderen Kante der Liektautasche geschnitten). In der Liektautasche der Fock ist das Vorstag durchgeführt. Die notwendige Spannung der Segel wird durch die einzelnen Fallen reguliert.

Gutes Gelingen und viel Spaß mit dem Boot !

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Segel

triradiale Segel für einen Admiral’s Cupper

Besonderheiten

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Gaffel-Segel für die Marie

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Sprietsegel für Optimist

bei diesem 18 m langen Schoner sind die Toppsegel lose und nicht an den Stengen angeschlagen, dies erleichtert wesentlich das Setzen und Bergen der Segel. Und ist sicherlich so auch nur bei leichtem Wind möglich.

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so sieht der Mastkopf ohne Segel aus, wie sollenten auch hier die Segel an an der Stenge anschlagen werden

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bei kleineren Booten, wie hier zum Beispiel am Zeesenboot, werden deshalb die Topsegel mit Hilfe einer Spiere gesetzt, oder manchmal steift auch eine zweite Spiere das Unterliek ausl

bei diesem Boot führt eine Strickleiter zum Mastkopf, so wäre ein Anschlagen oder Bergen der Topsegel möglich, falls überhaupt noch gewünscht. Ein Herablassen der Stengen zum Setzen oder das nötige Bergen der Segel bei starkem Wind ist wohl kaum möglich, weil sich dann auch alles verklemmt, und wo sollten auch die schlagenden Wanten und Stage verbleiben.

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Foto: Bültjer