I.G. mini-sail

aktualisiert 9.11.2019 

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20 m² Jollenkreuzer “Marion”

Damit der Stand in Dortmund etwas interessanter erscheinen sollte, ließ ich mir einfallen dort ein kleines Spantengerüst aufzustellen. Es war das Gerüst eines Jollenkreuzers im Maßstab 1:10. Das ergibt eine Länge von 77,5 cm, eine Breite von 25 cm, Mast über Deck 85 cm und ein Gewicht von 730 g. Dieses Gewicht ist im Modell bei einer Holzbauweise sicherlich nicht einzuhalten, was mich im Moment auch nicht beschäftigte. Denn ich wollte ja schon lange kein Boot mehr bauen. Über 50 Holzrümpfe sollten genug Freizeit gekostet haben.

Doch dann wie das Schicksal so manchmal zuschlägt, begegnete mir vor 5 Jahren im Hafen von Ditsum dieser wunderschöne Nachbau eines alten amerikanischen Schoners mit dem Namen Integrity/SAMSARA. Und wie es so sein söllte stellte mir der Eigner ja auch gleich Pläne zur Einsicht und zum fotogrfieren dar. Was blieb mir übrig, ich mußte das Schiff bauen. Jedoch mein Werk war stark vereinfacht. Alles original nachbauen, war mir zu aufwendig. Und als Modell segeln sollte es ja auch.

Doch mit dem Jollenkreuzer lief es etwas anders. Aus purer Langeweile und Flucht vor den heißen Sommertagen verkroch ich mich im kühlen Keller und beplanke so nach und nach den Rumpf, aber nie mehr wie 2 leisten am Tag und Pausen gab es auch, denn ich hatte mit Ölmalerei ein alte hobby neu entdeckt. So wurde der rumpf mit fest eingeklebtem Kiel ( original gibt nur ein Klappschwert ) dann doch zum Jahresende fertig.

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Und dieses Jahr ging es dann doch weiter mit dem Deck. Zur Gewichsteinsparung verzichtete ich jedoch auf ein Unterdeck und habe die Decksplanken direkt auf die Decksträger geklebt, jedoch mit Kalfaterung. Hierzu klebe ich den schwarzen Häkelfaden mit Ponal vorher auf die Leistenkante. Geht ganz einfach, wenn man den Faden zwischen 2 Fingerspitzen mit Kleber über die Leistenkante zieht und dann das Ganze auf die Decksbalken gegen die schon vorhandenen Leisten klebt. Diese Methode hat sich bisher bei meinen Booten bewehrt und wurde vor 12 jahren zum erstenmal bei meiner KOLIBRI angewandt. Hierdurch erspart man sich viel lästige Spachtelarbeit und Schleifarbeit wie bei der Verwendung mit div. Spachtelmassen.

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Übrigens, das Boot ist innen mit Glasseide verstärkt, aber diese wurde nur mit Ponal verklebt.

Eine saubere Sache, gegenüber der Arbeit mit Epoxidharz.

Ponal klebt sehr gut Holzverbindungen, warum sollte eine Glasseide damit auf Holz nicht genauso halten ?

 

6.10.19.03

Nach der endgültigen Fertigstellung d.h. Kielanpassung wurde das Boot dann am Segelsonntag dem 3.11.19  mit einem Taufspruch und dem Namen “Marion” zu Wasser gelassen und zog wie schon vorher erprobt bei einer leichten Brise seine Runden.

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