I.G. mini-sail

aktualisiert am: 24.10.2018

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Regattasegeln am Fühlinger See

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Graupner Sailing Cup 1994

Vor über 30 Jahren, im Jahr 1978 lernten wir den Fühlinger See als hervorragendes Freizeit- und Segelrevier kennen. Nur damals gab es noch keine Uferbefestigungen, keinen Kiosk und auch keine Toiletten, rings herum war Sandstrand, einige Wege waren vorhanden, die Teiche noch nicht alle miteinander verbunden und in der Südspitze der heutigen Regattastrecke war noch ein Bagger vertäut. Aber bei schönem Wetter zog es uns, wie auch andere Freizeitaktivisten, öfter hierhin zum baden und segeln. Von dem Gewässer begeistert luden wir mit Unterstützung des SMC Solingen dann 1990 die I.G.mini-sail an den Fühlinger See zum sogenannten “Goldschiffchen-Wettbewerb” ein. (s. Bericht unter I.G.mini-sail) Danach fand jedes Jahr bis zum jetzigen Zeitpunkt ein Freundschafts-Treffen statt.

Regattasegeln mit ferngesteuerten Modellsegelschiffen

1993 trat Thomas Dreyer mit dieser Idee bei der Intermodellbau in Dortmund an mich heran, da ich der Betreuer des I.G.mini-sail- Standes war.

1994 fand dann am Fühlinger See zum 1. mal eine Regatta mit vorbildähnlichen Segelschiffen statt :

 Und 1994 war es dann so weit: “1.Graupner-Sailing- Cup”; Segelregatta für ferngesteuerte vorbildähnliche Segelschiffe. Offener Wettbewerb für Jederman mit Bausatzmodellen und Eigenbauten. Hier sollte jeder angesprochen werden, der ein Modell einer Segelyacht besitzt und den Wunsch hat auch einmal an einer Regatta teilzunehmen. Als Segelregeln wurden aufgestellt: 1. Fair Play, 2. Bootskontakte vermeiden, 3. Backbordbug vor Steuerbordbug, 4. Lee vor Luv, 5. Innenposition an der Tonne hat Vorrang. Mit 39 teilnehmenden Booten war ein gewaltiger Aufgabenberg von dem Leiter Thomas Dreyer zu erledigen. Nun mit div. Helfern sowie der Startunterstützung einiger Herren vom Rodenkirchener Modellbauklub haben wir es geschafft. Das Wetter spielte mit, und es konnten insgesamt 20 Läufe um einen Dreieckskurs absolviert werden. Um die völlig unterschiedlichen Boote überhaupt vergleichen zu können, wurden diese mit einem sogenannten Rennwert bedacht, der sich aus Wasserlinienlänge, Segelfläche und Verdrängung ergab. Dieser wurde dann mit der ersegelten Zeit multipliziert und in ein Punktesystem umgerechnet. Am Schluß gab es viele zufriedene Gesichter unter dem Motto: “Dabei sein ist alles”. Insgesamt zeigte sich, daß die Teilnehmer mit Regattaerfahrung die besser getrimmten Boote vorwiesen und auch Plätze belegen konnten. Aber auch Teilnehmer ohne Regattaerfahrung konnten sich durchsetzen wegen des errechneten günstigen Rennwertes den sie erreichten. Das größte Feld der Teilnehmer bestand aus Modellbauern, die sonst keine Regatten bestreiten; für diese war ja auch die Veranstaltung gedacht, und so war auch dieser Zweck voll erfüllt. Es war eine gelungene Veranstaltung, bei der es fair und ruhig zugegangen ist. Noch zweimal in den Jahren 1995 und 1996 wurde der Graupner-Cup am Fühlinger See ausgetragen. Zu diesen Veranstaltungen hat die Firma Graupner für alle Klassen je drei Pokale gestiftet (es wurde in drei Klassen gesegelt, aufgeteilt nach Rennwert in Mono 1, Mono 2 und Multihull). Obwohl mit der “RUBIN” von der Firma Graupner 1996 die ersten 3 Plätze belegt wurden, gab es danach keinen Graupner- Cup mehr.

Dennoch wurden einige Herren von dem Regatta-Virus infiziert und richteten in den folgenden Jahren unter Obhut des Rodenkirchener-Vereins weiter Regatten mit vorbildähnlichen Modellen aus.

Von vielen Minisailern wurden diese reinen Wettsbewerbsregatten abgelehnt, da ihre Boote wie z.B. Frachtsegler nicht regattafähig sind. So stellte sich auch in den Folgejahren bald heraus, dass hauptsächlich nur noch Regatta- und moderne Boote teilnahmen. So ist auch eingetreten, was damals Gerd befürchtet, das nur noch beim Bau von Booten Wert auf Geschwindigkeit gelegt wird und nicht auf Bauqualität. Auch fürchteten sicherlich einige Minisailer zurecht um ihre Boote, denn es hatte sich schon gezeigt, das auch beim einfachen Inselumrunden ohne Regattastress es zu Schäden an Booten kam, sei es durch Zusammenstöße mit anderen Booten oder mutwillige Beschädigungen von Ruderer.

Jedem Segler sollte es klar sein, das nur gerechte Wettbewerbe ausgetragen werden können, wenn gleiche Boote gegeneinander segeln, wie es in den reinen Wettbewerbsklassen (IOM, M) geschieht. Völlig unterschiedliche Boote sollten wenigstens in Baugleiche unterteilt sein, und auch hierbei müßte eine Formel , Größen ausgleichen. Aber dumm ist es trotzdem, wenn mein Boot als erstes im Ziel ist, aber nach berechneter Zeit das kleinere Boot dann gewinnt. Und wenn dann auch noch eine Baubewertung stattfindet - die Enttäuschungen kennen die Minisailer doch von den Goldschiffchen-Wettbewerbe. Siehe hierzu auch: I.G.minisail / Gründung.  (Willi Hoppe)

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